Jahrgangsbegleitung

Die Volksschule Elixhausen führt als erste Schule das Angebot der Jahrgangsbegleitung des Verein Selbstbewusst: 

alle 4 Jahre werden die Kinder, Eltern und Pädagog*innen von den selben Workshopleiter*innen betreut: in den Klassen 1 - 4 werden Workshops, Elternabende und Pädagog*innen-Coachings/Fortbildungen zu den Themen Sexualpädagogik und Missbrauchsprävention durchgeführt.

Wir sehen dies als großen Fortschritt in der Missbrauchsprävention! Die Nachhaltigkeit - etwa der sog. Präventionsbotschaften - ist durch das jährliche Auffrischen in unterschiedlichen Geschichten, Rollenspielen, mit einer Handpuppe etc. unbestritten. In der 4. Klasse ergibt sich für den sexualpädagogischen Workshop zusätzlich eine über 3 Jahre aufgebaute Vertrautheit zwischen Schüler*innen und Workshopleitung.

 

Wir bedanken uns für diese Vorreiterrolle der VS Elixhausen und wünschen ihr noch viele Nachahmer!

 

Spendenbegünstigung für den Verein Selbstbewusst

Der Verein Selbstbewusst ist mit 24.9.2013 spendenbegünstigt.

D.h. Spenden, die Sie auf unser Konto (Volksbank Salzburg BIC: VBOEATWWSAL, IBAN: AT77 4501 0000 0011 1351) einzahlen, um unsere Präventionsarbeit zum Schutz für Kinder vor sexuellem Missbrauch zu unterstützen, sind steuerlich für Sie absetzbar! 

Kooperation mit dem EKIZ Salzburg

Seit Herbst 2012 ist es möglich, unseren 2teiligen ElternWorkshop "Weil Kinder ein Recht auf Lachen haben" über das Eltern-Kind-Zentrum Salzburg zu besonders günstigen Konditionen für Eltern-Kind-Einrichtungen, Frauentreffs etc. (Katholisches Bildungswerk) zu buchen.

19.11. - Internationaler Tag gegen sexuellen Kindesmissbrauch

"Fair play in Sport und Freizeit" Wir zeigen sexuellen Übergriffen die Rote Karte!

24.11.2012  von 10.00 - 17.00 Uhr, Best Western Plus Park Hotel Brunauer Salzburg, Elisabethstraße 45a, 5020 Salzburg



Kinder & Jugendliche verbringen ihre Freizeit gerne in Einrichtungen der verbandlichen und offenen Jugendarbeit oder gehen sportlichen Aktivitäten in Sportverbänden nach. In der Regel sind die BetreuerInnen und TrainerInnen sehr bemüht und gehen verantwortungsvoll mit dem ihnen dargebrachten Vertrauen und der körperlichen Nähe um. Manches Mal wird diese Machtposition jedoch von den BetreuerInnen und TrainerInnen ausgenützt, um sexuelle Übergriffe an den Kindern & Jugendlichen auszuüben. Leitungspersonen und  Vorstände sollten wissen,  was dann zu tun ist!

Im Rahmen der Fortbildung werden verschiedene Maßnahmen der Intervention und Prävention für den institutionellen Kinderschutz vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die Täterstrategien gelegt und wie im Verdachtsfall gehandelt und wie in Fällen von tatsächlich stattgefundenem (sexuellem) Missbrauch interveniert werden kann/muss. Die TeilnehmerInnen setzen sich damit auseinander, wie eine protektive Wirkung der Maßnahmen in Einrichtungen erzielt werden kann.

Zudem erfolgt die Vorstellung von good practice Modellen und fließen rechtliche Infos sowie  Infos über Folgen und Dynamiken von sexualisierter Gewalt mit ein.



Zielgruppe: Leitungspersonen aus Sportverbänden und Jugendeinrichtungen. Die Teilnahme ist kostenlos!

ReferentInnen: Prof.in Dr.in Mechthild WolffMag.a Sabrina Galler (Kinderschutzzentrum Salzburg)
Mag. Wolfgang Hammerschmid-Rücker (Präventionsstelle der  Erzdiözese Salzburg/Katholische Jungschar)
Dr.in Andrea Holz- Dahrenstaedt (Kinder & Jugendanwaltschaft Salzburg)Mag.a Gabriele Rothuber (Verein Selbstbewusst)


 Anmeldung: bis 10.11.2012 Verein Selbstbewusst, E-Mail:  selbstbewusst@gmx.at

1. Platz beim Salzburger Kinderrechte-Preis!

 

 

Der Verein Selbstbewusst erhielt mit dem Präventionsprojekt "Ich bin Ich" den 1. Preis des Salzburger Kinderrechtepreises 2011 in der Kategorie Institutionen. Verliehen wurde der Preis am 17.11.2011 im ORF-Landesstudio in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer, Landesobfrau Gabi Burgstaller sowie den Landesrätinnen Tina Widmann und Cornelia Schmidjell.

Akzente Salzburg, der Verein Spektrum und die Kinder- und Jugendanwaltschaft waren die InitiatorInnen. Die Jury bestand  einerseits aus VertreterInnen dieser Institutionen, andererseits aus Kindern und Jugendlichen.

 

 

 

Tätigkeitsbericht

Lesen Sie hier den Tätigkeitsbericht von 7 Jahren Verein Selbstbewusst:

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Love-Peers-Ausbildung

Love-Peers-Ausbildung

 

Im Auftrag der Landtagsabgeordneten Dr.in Niki Solarz wurde gemeinsam mit den NetzwerkpartnerInnen Aidshilfe Salzburg, Frauengesundheitszentrum ISIS und Sexualberatungsstelle Salzburg ein Programm zur Peer(s)-Education für die drei Themenschwerpunkte „Begegnung – Verlieben – Beziehung – Lust“, „Körper & Verhütung“ und „Geschlechtskrankheiten“ entwickelt. 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass von vielen Jugendlichen die Wissensvermittlung durch Gleichaltrige bevorzugt wird. Aus diesem Grund gibt es bereits mehrere Peers-Projekte in unterschiedlichen Bereichen. Auch sexualpädagogische Inhalte eignen sich aus unserer Sicht für die Methode der Peer(s)-Education.

Ziel der Ausbildung ist es, Jugendlichen Hilfestellungen und Kompetenzen in den Bereichen „Sprache der Sexualität“ (über Beziehungen und Sexualität reden), Faktenwissen (weiblicher/männlicher Körper, Verhütung) und Grenzen (eigene und die des Anderen erkennen und respektieren) zu vermitteln. 

Diese Ausbildung befähigt die Peers, zweistündige Workshops in Schulen abzuhalten. Der erste Ausbildungslehrgang endet mit dem Sommersemester 2011, der zweite soll im Wintersemester 2011 starten.

 

 

EinzigArtig

Projektreihe  „EinzigArtig“ 

Workshop für Jugendliche (ab 12 Jahren) als Impuls zur kritischen Auseinandersetzung mit traditionellen Rollenbildern und zur Förderung von Selbstbestimmtheit und Individualität.

Inhalte:

Geschlechterrollen  – Beziehung  – Sexualität – Grenzen setzen – Medienkompetenz

 

 Ziele des Projektes

Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, sodass einem möglichen sexuellen Missbrauch vorgebeugt werden kann. Wir gehen davon aus, dass selbstbewusste und starke Kinder und Jugendliche weniger häufig von sexueller Gewalt betroffen sind, und/oder dass sie sich nach Übergriffen schneller Hilfe holen können.

 

 Projektidee

 Die Rollen, die wir im Leben zu spielen haben, sind sehr unterschiedlich.  Oft werden sie uns zugewiesen und nicht immer gelingt es, die Rollen entsprechend den Erwartungen anderer auszufüllen. Insbesondere Jugendliche sind von einer starken Rollenunsicherheit geprägt. Das erschwert einerseits die Selbstfindung, verhindert aber auch eine rigide Festlegung auf ein bestimmtes Verhalten.

Jugendliche benötigen dazu Orientierungshilfen und Bestätigung.

Dieses gilt insbesondere im Hinblick auf die Geschlechterrolle, denn mit ihr sind grundlegende Verhaltensweisen, Einstellungen und Lebensplanungen verbunden. Geschlechterrollen organisieren das Zusammenleben und bestimmen wesentlich die Interaktion.

Heute werden die Geschlechterrollenbilder oft von Werbung, Modeindustrie und Medien vorgegeben.

 Um die Zuschreibungen von Weiblichkeit und Männlichkeit nicht allein anderen zu überlassen, ist die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema unerlässlich. Auf diese Weise können Mädchen lernen, ihre Bedürfnisse und Wünsche wahrzunehmen und dementsprechend ihr Leben zu gestalten. Für Burschen liegt die Chance darin, ihre Geschlechtsrolle offener zu gestalten und so an Entscheidungsfreiheit zu gewinnen. Das Bild des „Macho“ kann in Frage gestellt werden und Zärtlichkeit und Emotionen können als Möglichkeiten in ihr Rollenverständnis aufgenommen werden.

 

Im Schuljahr 2009/10 erreichten uns verstärkt Anfragen von LehrerInnen nach einem neuen Angebot von selbstbewusst: In letzter Zeit hatten sich Übergriffe von Burschen auf Mädchen in der siebten Schulstufe gehäuft. Weiters berichteten die PädagogInnen von einer großen Orientierungslosigkeit der Schüler, welches Verhalten/Sprache/Aussehen für einen jungen Mann im täglichen Leben passend sei.

Wir entschlossen uns daher, die Themen Geschlechterrollen/Vorurteile/positiver Umgang miteinander in einem neuen Workshop eingehender zu behandeln.

Da die Arbeitsweise des Vereins stets in der Prävention ansetzt, wurde der neue Workshop mit dem Namen „EinzigArtig“ für SchülerInnen der sechsten Schulstufe, somit vor dem Beginn der Übergriffe, entwickelt. Die Stärkung des Selbstwertes und der Individualität soll es Mädchen und auch Burschen einerseits ermöglichen, sich vor Übergriffen besser zu schützen; andererseits sollen den Burschen Wege aufgezeigt werden, dem oft starken Gruppendruck standzuhalten und sich an Übergriffen nicht zu beteiligen.

 

 

Inhaltliche und methodische Beschreibung des Workshops „EinzigArtig“

 Mit einer attraktiven Mischung verschiedener Methoden werden die Kinder angeregt, bestehende Geschlechterrollen und Klischees zu hinterfragen. Ziel von „EinzigArtig“ ist es, sich als junger, selbstbewusster Mensch als Mädchen oder Bursch wohl zu fühlen und frei zu entscheiden, in welche Rollen man schlüpfen und welche man ablehnen möchte.

Dafür ist es einerseits  wichtig, sich in einer getrennten Stunde (ein Workshopleiter arbeitet mit den Burschen und eine Workshopleiterin mit den Mädchen) mit dem eigenen Körper und dem des/der anderen, dem Eingehen von Beziehung sowie der Sexualität auseinander zu setzen und hier auch alle Fragen an eine erfahrene/n Frau/Mann stellen zu können. Vor allem für Burschen ist die Auseinandersetzung mit einem männlichen Rollenmodell und die gezielte Reflexion männlicher Verhaltensrepertoires von großer Bedeutung, da im familiären wie im pädagogischen Kontext oft viel zu wenig Gelegenheit dazu vorhanden ist.

Andererseits ist es auch notwendig, mit der gesamten Klasse Gruppenprozesse zu bearbeiten und die Fähigkeit zu erwerben, in verschiedenen Situationen die eigenen Grenzen zu erkennen, Überschreitungen zu verbalisieren und die Grenzen anderer Menschen zu akzeptieren.

Zusätzlich ist der Umgang mit den neuen Medien und damit verbundenen neuen Formen von Grenzüberschreitungen ein wichtiger Inhalt der Workshops.

Im Workshop „EinzigArtig“ wird zwischen Gruppen- und Einzelarbeiten, Rollenspielen und Informationsvermittlung gewechselt, wobei zusätzlich verschiedene Medien (DVD, PC, CD) zum Einsatz kommen.

 

Wie auch schon bei den anderen Workshops des Vereins ist es uns ein Anliegen, die eingesetzten Methoden und die zu Grunde liegenden Werte von selbstbewusst auch den Eltern und BetreuerInnen der Kinder näherzubringen.

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