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Definition von sexuellem Missbrauch

„Sexueller Missbrauch ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind entweder gegen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind auf Grund körperlicher, psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann.

Der Täter/die Täterin nutzt seine/ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um seine/ihre eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen." (Bange, 1996)

Häufigkeit von sexuellem Missbrauch

Sexueller Missbrauch von Kindern ist in unserer Gesellschaft ein weit verbreitetes Phänomen mit einer hohen Dunkelziffer.

Es ist davon auszugehen, dass jedes 4. Mädchen und jeder 7. bis 8. Bub von sexuellem Missbrauch betroffen ist.

Ziele des Vereins „Selbstbewusst“

Sexueller Missbrauch verursacht bei den betroffenen Menschen meist lebenslange psychische und physische Folgeschäden. Deshalb hat sich der Verein Selbstbewusst seit seiner Gründung 2004 die Prävention von sexuellem Missbrauch zur Aufgabe gemacht.

 

Unser Ziel ist es, möglichst viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene – z.B. Eltern, Pädagog*innen, Multiplikator*innen - mit unseren Workshops und Informationsveranstaltungen zu erreichen.

Schwerpunkte unserer Arbeit sind:

  • altersgerechte Sexualerziehung
  • Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern, um gegen grenzüberschreitendes Verhalten gewappnet zu sein
  • Erweiterung der Handlungsfähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten in für das Kind schwierigen und verwirrenden Situationen
  • Information über Täter*innenstrategien

 

Unsere Werte

Wir sehen Sexualität als positive Lebenskraft. Voraussetzung für die Erfahrung von befriedigender Sexualität ist der lustvolle Zugang zum eigenen Körper. Wir legen Wert auf die Entwicklung von Beziehungsfähigkeit und sozialer Kompetenz. Das kritische Hinterfragen von Rollenbildern hilft Kindern, zu selbstbestimmten erwachsenen Menschen heranzureifen. Homosexualität und Heterosexualität betrachten wir als gleichwertig.

 

Wir erachten Verantwortung als wichtige Qualität in jeder sexuellen Beziehung, sowohl in der Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse und der des Partners/der Partnerin als auch im verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper und dem des/der anderen.

 

Wir gehen davon aus, dass es kindliche Sexualität gibt: Je nach Altersstufe bzw. Entwicklungsstand erfahren Kinder Lust an verschiedenen Körperregionen. Das Erleben dieser Form von Sexualität unterscheidet sich grundlegend von der Sexualität Erwachsener. Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern schädigt die Entwicklung des Kindes auf unterschiedliche Weise. Die Verantwortung für den Missbrauch liegt immer beim Erwachsenen.

Qualitätssicherung

Unsere WorkshopleiterInnen zeichnen sich durch hohe fachliche Kompetenz und ein hohes Maß an Erfahrung aus.

Supervision, laufende Fortbildung sowie Vernetzung zu anderen mit dieser Thematik befassten Einrichtungen sichern die Qualität unserer Arbeit.

Finanzierung

Die für unsere Arbeit benötigten Geldmittel kommen aus öffentlichen Förderungen (EU, Stadt und Land Salzburg), Mitgliedsbeiträgen, Spenden sowie dem Erlös von Benefizveranstaltungen.

 

 

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