Einige der hier vorgestellten Bücher sind im Handel nicht mehr erhältlich. Da wir sie jedoch in unseren Workshops verwenden, möchten wir sie Ihnen deshalb nicht "vorenthalten".....

Ayse; aufgezeichnet von Isabella Kroth:
Scheherazades Tochter. Von meinen eigenen Eltern zum Tode verurteilt
Verlag: Ullstein
1981 in Berlin geborene Ayse erzählt in ihrem Buch ihre Geschichte als Tochter von yezidischen Eltern (eine verfolgte Religionsgemeinschaft unter den Kurden mit archaischen Traditionen), die vor 25 Jahren aus der Türkei nach Berlin ausgewandert sind. Deren Kultur schreibt vor, dass Ayse einen Yeziden heiraten muss. Also wir das Mädchen mit 12 Jahren an ihren Cousin Hassan verkauft. Kurz vor der Hochzeit sieht sie nur noch einen Ausweg: Flucht zu ihrem deutschen Freund Oliver. Doch dieser Fluchtversuch missglückt. Mit Hilfe von Oliver kann die deutsche Polizei Ayse aus der Gewalt ihrer Familie retten und bringt sie zu der Berliner Kriseneinrichtung Papatya. Mittlerweile lebt die junge Frau an einem geheimen Ort und hat eine neue Identität angenommen. Doch die Angst vor ihrer Familie, die, um ihre Familienehre wieder herzustellen, Ayse töten will, lässt die junge Frau niemals ganz frei sein.
Sabatina James:
Sabatina - Sterben sollst du für dein Glück. Gefangen zwischen zwei Welten
Verlag: Droemer/Knaur, München
Sabatinas Eltern sind Muslime. Sie leben in einem kleinen österreichischen Dorf, wo das Mädchen aufwächst. Doch dann wird Sabatina 16 und ihre Eltern finden, dass sie zu westlich geworden ist, weil sie leben möchte, wie die anderen Mädchen ihres Alters in Österreich. Sabatina möchte sich schminken wie sie, die gleiche Musik hören, die gleichen Bücher lesen... Kurz vor ihrem 17. Geburtstag schicken ihre Eltern sie in eine Koran-Schule nach Pakistan, wo sie geschlagen und misshandelt wird. Als Sabatina auch noch gegen ihren Willen heiraten soll, flieht sie aus dem Martyrium und kehrt nach Europa zurück. Hier wendet sie sich vom Islam ab und konvertiert zum Christentum. Nach dem Recht der Scharia ist Sabatina mit dem Tode zu bestrafen, was die Eltern und der Verlobte der jungen Frau auch durchsetzen wollen... Seither lebt Sabatina von ständiger Angst geplagt an wechselnden Orten versteckt in Österreich und Deutschland.
Necla Kelek:
Die fremde Braut; Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Necla Kelek, Türkin mit deutschem Pass, erläutert anhand des Schicksals von Zeynep (28), die seit 12 Jahren in Hamburg lebt und als Mutter von drei Kindern die Wohnung nur zum Koranunterricht verlassen darf, das Schicksal unzähliger junger, türkischer Importbräute, die jährlich durch arrangierte Ehen nach Deutschland gebracht werden, wo sie ein Dasein als moderne Sklavinnen fristen. Für diese Frauen gelten die demokratischen Grundrechte nicht und niemand scheint sich für ihr Schicksal zu interessieren. Die Autorin sieht die Ursache für diesen Missstand darin, dass sich einerseits die türkisch-muslimische Gemeinde im Berufung auf Glaubensfreiheit von der deutschen Gesellschaft abgrenzt und andererseits bei den all zu lieberalen Deutschen, die um nur nicht den Anschein von Ausländerfreindlichkeit zu erwecken, lieber ihre Verfassung ignorieren... Necla Kelek ist in die Moscheen gegangen und hat mit den Importbräuten gesprochen.
B. Fatma (Pseudonym):
Hennamond: Mein Leben zwischen zwei Welten
Verlag: Ullstein
Die Kurdin Fatma B. hat ihre Lebensgeschichte von der Kindheit in einem kurdischen Dorf bis zu ihrer Heirat mit einem Deutschen aufgeschrieben. Als ein Mädchen von neun Jahren kommt Fatma mit ihrer Familie von Ostanatolien nach Deutschland. Die Kultur, aus der sie stammt, ist eine Männergesellschaft, in der Frauen lediglich nach ihren häuslichen Fähigkeiten beurteilt werden. (Ute Daniel, Geschichtsprofessorin in Braunschweig): "Fatmas Geschichte ist trotz der harten und nicht selten brutalen Lebensverhältnisse, von denen sie erzählt, eine Geschichte der Freude am Leben. Vielleicht ist sie das auch gerade wegen dieser starken Kontraste: Es ist die Geschichte einer Frau, die keine Angst vor der Angst hat.
Ayse; mit Renate Eder:
Mich hat keiner gefragt. Zur Ehe gezwungen – eine Türkin in Deutschland erzählt
Verlag: blanvalet
Ayse, ein anatolisches Bauernmädchen ist kaum vierzehn Jahre alt, als sie 1978 mit ihrem Cousin Mustafa verheiratet wird und zu dessen Familie nach Deutschland geschickt wird. Schon vor der Hochzeit wir sie das erste Mal von Mustafa vergewaltigt, was auch in der Ehe zu ihrem Alltag gehören soll. Ayse wird von der Familie ihres Ehemannes geschlagen und muss das Geld, das sie in einer Fabrik und durch Heimarbeit verdient, abgeben. Mit 15 Jahren bringt Ayse ihren ersten Sohn zur Welt, wonach sie aber sogleich wieder arbeiten muss, um den Lebensunterhalt der Familie zu verdienen. In den folgenden Jahren bringt Ayse drei weitere Kinder zur Welt. Den für eine türkische Ehefrau undenkbaren Schritt, die Scheidung einzureichen, wagt Ayse, als Mustafa sie nach 19 Ehejahren eines nachts krankenhausreif schlägt. Der Ehemann reagiert prompt und entführt zwei ihrer Kinder, die sie erst ein Jahr später in der Türkei wieder findet. Jetzt lebt Ayse mit zwei ihrer Kinder bei München.
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