Selbstverteidigung ♀

Selbstverteidigung und Missbrauchsprävention

Selbstverteidigungskurse für Mädchen ab 12 Jahren

Sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt kann jedes Mädchen, jede Frau betreffen. Das Erleben dieser Gewalt bedeutet einen tiefgehenden Eingriff in die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen und kann Auswirkungen auf seine körperliche und seelische Gesundheit haben. Wenn ein derartiger Vorfall selbst im weiteren Umfeld geschieht kann dies zu Verunsicherungen und Ängsten führen. Durch mangelndes Wissen und fehlende Sicherheit im Umgang mit sexueller Gewalt sind vor allem auch Bezugspersonen von Gefühlen wie Ohnmacht und Hilflosigkeit betroffen, welche oft dazu führen, dass betroffene Mädchen mit ihren Problemen allein gelassen werden. „Nicht-Reaktionen“ haben allerdings eine zweierlei negative Wirkung: Mädchen wird vermittelt, dass übergriffiges Verhalten ihnen gegenüber „normal“ ist, Buben lernen gleichzeitig, dass ihr Verhalten akzeptiert wird und fahren damit unvermittelt fort.

Selbstverteidigung beginnt, wenn ein Mädchen/ eine Frau „NEIN“ denkt

Die Techniken die im Workshop mit den Mädchen erlernt und geübt werden, bauen auf den Stärken des weiblichen Körpers auf, und setzt keinerlei Sportlichkeit voraus. Denn Selbstverteidigung ist nicht nur isoliertes Wissen für den „Ernstfall“, sie beginnt dort wo Blicke, Worte, Berührungen die Integrität eines Mädchens verletzen und wird somit zu einer Grundhaltung. Eine wichtige Botschaft ist dabei- es kann definitiv gelernt werden, jeglichen verbalen oder körperlichen Angriffen nicht einfach wehrlos gegenüber zu stehen. Wertvolle Handlungskompetenzen sind demnach: Missbrauchs- und Gewaltsituationen erkennen und benennen, „Nein“ sagen zu können und dürfen, Übergriffen selbstbewusste Haltungen entgegen setzen, sich Angriffe nicht gefallen lassen,…

 

Inhalte, Ziele und Methoden

Inhaltlich richtet sich der Workshop nach der jeweiligen Alters- und Entwicklungsstufe der Mädchen und kann von überwiegend spielerischem Zugang bis zu erwachsener Auseinandersetzung mit dem Thema variieren.

Die Teilnehmerinnen erwarten unter andrem:

  • Spiele, die das Selbstbewusstsein stärken und Missbrauch verhindern können
  • Übungen, die Mut machen und die eigenen Kräfte spüren lassen
  • Das Erlernen von wirksamen Schutz-, Abwehr- und Befreiungstechniken
  • Besprechung und Bearbeitung von Alltagssituationen
  • Vertiefung des persönlichen selbstbewussten Auftretens mittels Körperhaltung, Blick und Stimme
  • Vermittlung von Wissen über Körpersprache und Wirkungsweise von Bewegungen
  • Kreative Methoden, Rollenspiele, moderierte Gesprächsrunden

 

Umfang: 2 x 5 Stunden, kein Elternabend