

Möglicherweise geht es Ihnen wenn Sie über Missbrauch lesen, nicht besonders gut. Sexueller Kindesmissbrauch kann in uns viele Gefühle auslösen: Hilflosigkeit, Unverständnis, Angst, Wut – möglicherweise auch Gedanken wie: „Ich will es gar nicht wissen, es belastet mich zu sehr.“
Aber es gibt auch positive Botschaften in diesem Zusammenhang: Je mehr Menschen sich mit sexuellem Kindesmissbrauch auseinandersetzen und erfahren, wie sie im Falle eines Missbrauch reagieren können, desto leichter kann eine Missbrauchssituation unterbrochen werden. Auch TäterInnenstrategien zu kennen und Kinder präventiv zu erziehen, trägt dazu bei, dass Missbrauch weniger häufig passieren kann.
In unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schützen wir, ohne Angst zu machen, stärken das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Gefühle, klären Kinder über ihr Recht auf, schlechte Geheimnisse und Berührungen zurückzuweisen und sich Hilfe zu holen, wenn Unterstützung benötigt wird. Kinder haben an einem Missbrauch niemals Schuld, auch wenn TäterInnen sie das glauben machen.