Lehrgang zum/r Kinderschutzbeauftragten

Pädagogische und freizeitpädagogische Einrichtungen sollen sichere Orte für Kinder und Jugendliche sein.

Dies impliziert,

  • dass Fachkräfte für (sexualisierte) Gewalt sensibilisiert sind;
  • dass sie sich Wissen über Dynamiken, Strategien von Täter*innen, mögliche Symptome der Betroffenen sexualisierter Gewalt, externe Hilfsangebote etc. aneignen;
  • dass sie über Sicherheit im Umgang mit vagem Verdacht und der Gefährdungsmitteilungspflicht nach §37 KJHG verfügen und
  • dass sie deshalb innerhalb der Institution als Expert*innen erste Ansprechpersonen sind.

Dies betrifft sowohl den Verdacht auf Gewalt im sozialen Nahraum des Kindes (z.B. Familie), als auch den Verdacht innerhalb der eigenen Institution – und erfordert unterschiedliche Herangehensweisen.

Die Fortbildung ist ein Angebot für pädagogische Fachkräfte in Kindergärten & Schulen sowie Freizeiteinrichtungen. Als Voraussetzung erwarten wir die Commitment-Abklärung mit der Leitung bzgl. der Handlungs- und Implementierungsmöglichkeiten einer*s Kinderschutzbeauftragten.

Der Lehrgang umfasst – neben Ihrer innerbetrieblichen Auseinandersetzung mit der Thematik – die Themenblöcke Sexuelle Bildung, Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt und anderen Gewaltformen. Die Aufgaben vor, während und nach den drei Modulen vor Ort sind wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Nur zusammen mit dieser vertiefenden, durch die Fachstelle Selbstbewusst begleitete Auseinandersetzung mit dem Ziel der nachhaltigen Implementierung der Thematik in Ihrer Institution ist eine Zertifizierung möglich.

Der Lehrgang startet im Juni 2021.

Genauere Informationen zu Inhalt und Anmeldung finden Sie im Flyer zum Lehrgang.