Schutzkonzepte für pädagogische Einrichtungen

Begleitung bei der Erstellung eines sexualpädagogischen und missbrauchspräventiven Schutzkonzeptes bzw. bei der Erweiterung Ihres pädagogischen Konzeptes um die Themen Sexualpädagogik und Missbrauchsprävention

 „Sexueller Missbrauch ist kein Versehen, sondern eine geplante Tat. Damit es nicht dem Zufall überlassen bleibt, ob Mädchen und Jungen geschützt werden, braucht auch Prävention in Einrichtungen und Institutionen einen Plan: ein Schutzkonzept. Institutionen und Einrichtungen des Bildungs-, Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialsektors, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, stehen vor der Herausforderung, sich zu einem sicheren Ort zu entwickeln. Schutzkonzepte zur Prävention und Intervention sind ein Zusammenspiel aus Analyse, strukturellen Veränderungen, Vereinbarungen und Absprachen sowie Haltung und Kultur einer Organisation“, so der deutsche Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Die  Erarbeitung eines Schutzkonzeptes bedeutet eine aktive Auseinandersetzung mit der Realität im Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Dies ist ein entscheidender Beitrag zur Qualitätssicherung und zum Schutz vor sexueller Gewalt.

Der Prozess der Konzeptentwicklung beinhaltet die Reflexion der folgenden Themenkreise mit dem Ziel, gemeinsam für Ihr Team stimmige Antworten zu finden und einen Handlungsleitfaden zu entwickeln.

Kindliche Sexualität: Wie gehen wir in unserer Institution mit kindlicher Sexualität um, z.B. Schau- und Zeigelust, kindliche Masturbation, „Doktorspiele“? Wo gibt es persönliche Grenzen für die Mitarbeitenden?

Sexualerziehung: Wie können Fragen zum Thema Sexualität altersgerecht beantwortet werden? Welche Informationen brauchen Kinder und Jugendliche wann? Wie gehen wir mit dem Thema Pornografie um? Welche Regeln gelten bei uns im Umgang mit digitalen Medien? Wie reagieren wir auf sexualisierte Sprache? Welchen Platz hat die Auseinandersetzung mit Vielfalt – und damit Gewaltprävention – in unserer Institution? Welche Fakten und welche Werte vermitteln wir?

Sexuelle Übergriffe unter Kindern: Wie können wir sexuelle Übergriffe von kindlicher sexueller Neugier unterscheiden? Wie gehen wir damit um? Welche Maßnahmen und präventive Strukturen braucht es, um Sicherheit für alle Kinder zu gewährleisten?

Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen: Wie können wir uns als Erwachsene klar gegen Übergriffe positionieren und damit einen Beitrag zur Prävention von sexualisierter Gewalt leisten?

Sexueller Kindesmissbrauch durch Erwachsene: Was ist sexueller Missbrauch überhaupt? Was tun wir, wenn wir einen Verdacht haben? Wann müssen wir eine Kindeswohlgefährdung melden? Was tun wir, wenn ein Verdacht gegenüber eine*r Kolleg*in entsteht? Was tun wir, um Kinder vor Missbrauch zu schützen? Welche präventiven Strukturen und pädagogischen Grundhaltungen brauchen wir dazu?

Die Erstellung eines Schutzkonzeptes ohne speziellen Anlass nimmt Druck und gibt Handlungskompetenz: Interventions- und Notfallpläne werden erstellt, Ansprechpersonen definiert, ein Verhaltenskodex für Mitarbeitende entwickelt. Daraus ergibt sich mehr Sicherheit und Entlastung für das Team, weil alle „an einem Strang ziehen“, sowie Transparenz nach außen – gegenüber Eltern, Erzieher*innen, Hort etc.

 

Ablauf der Konzepterstellung:

A) Sensibilisierung und Basiswissen für das gesamte Team:

Teamschulung in 3 Modulen  (jeweils ca. 2,5 – 3 Stunden)

Modul 1: Sexualerziehung / Sexuelle Bildung

Modul 2: Sexuelle Übergriffe unter Kindern / Jugendlichen

Modul 3: Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch

B) Ressourcen- und Risikoanalyse der Institution

C) Professionelle Begleitung eines Kernteams in der Erarbeitung, Verschriftlichung und Umsetzung des Schutzkonzeptes

 

Unser Angebot richtet sich an alle Institutionen und Organisationen, die mit Kindern/Jugendlichen arbeiten: Kindergärten, Schulen, Internate, Hort & Nachmittagsbetreuung, Freizeiteinrichtungen, Wohngemeinschaften etc.

 

Das sagen Pädagog*innen nach der Konzepterstellung:

 „Ich bin viel offener, selbstbewusster und kompetenter in meiner Haltung geworden.“
„Ich fühle mich sicher im Umgang mit den Kindern und deren Eltern.“
„Das Thema ist zumindest für die Älteren in der Ausbildung nie behandelt worden – endlich weiß ich jetzt Bescheid.“
„Ich hab eine „Sprache“ bekommen.“
„Ein völlig neues Lernfeld wird nach der Schulung beherrscht. Es gibt Sicherheit in der Arbeit und im Privatleben.“
„Ich kann in für mich früher schwierigen Situationen nun schnell und klar reagieren.“

 

Folgende Einrichtungen wurden/werden von uns in der Konzepterstellung begleitet:

  • Kindergarten Neumarkt
  • Kindergarten Sighartstein
  • SOS Kinderdorf
  • TEZ – Tageselternzentrum Salzburg
  • Kindergarten Strobl
  • Kinderfreunde Salzburg
  • Holztechnikum Kuchl